Die Städte werden immer hässlicher. Müssen wir Beamte in der Stadtentwicklung aufhalten?
Steril, grau, kalt, unbehaglich anstelle des Erhaltens von alten Bauten mit Atmosphäre. Und diese rücksichtslose Modernisierung wird oftmals nicht vollzogen, um einen Platz, eine Straße oder einen Park zu verschönern, sondern schlichtweg, um ihre Stelle als Stadtentwickler zu rechtfertigen und um des Veränderns wegen. Diese Beamte wollen Einfluss nehmen, sich selbst verwirklichen. Und dann kommt es dazu, dass alte Straßenlaternen mit Charme, gegen neue LED Zahnstocher, ohne Aussage im Design ausgetauscht werden. Oder ein Stadtplatz mit Springbrunnen und feinem Kies drumherum zum tristen Betonplatz wird, dazu noch eine abstrakte graue Statue, möglichst hässlich für 100.000 Euro. Und zwei Monate später sitzen an ihrem Sockel Junkies mit Alditüte und sonst ist der Platz verwiesen.Aber warum werden deutsche Städte immer steriler und hässlicher?Das Problem ist der Geschmack der Beamten. Man muss es leider so adressieren. Es ist leider eine Spießigkeit und Geschmacklosigkeit unter städtischen Beamten anzutreffen, die ihres gleichen sucht. Nicht umsonst, haben sie sich diese Art der kleinen Beamtenkarriere ausgesucht. Und hinzu kommen dann Designer, Architekten und Landschaftsgestalter, die…. sagen wir mal so: nicht Leser der Zeitschrift „Schöner Wohnen“ sind, sondern sich bereits dem Beamtengeschmack angepasst haben, was Entwürfe und Skizzen angeht.Ich finde wir sollten dringend verbeamtete Stadt- und Gemeindeplaner aus der Verantwortung nehmen, die für das Aussehen unserer Städte und Gemeinden sorgen.Und öffentliche Ausschreibungen für die Neugestaltung von Orten einführen und somit Leute Vorschläge machen lassen, die nachweislich schon schöne Orte kreiert haben in der Vergangenheit. Sogar die Leute, die Filmsets bauen, sollten als Nebenverdienst daran teilhaben. Und es sollten dann die Bürger anhand von Entwürfen entscheiden können, wie ihre Stadt die nächsten Jahrzehnte aussehen wird. Stadtplaner (oftmals Beamte) mit schlechtem Geschmack, die in Rathäusern, zwischen Gummibaum und Ü-Eier Figuren auf dem Schreibtisch, bauliche Entscheidungen über die Köpfe der Bürger hinweg treffen, sollten dringend einer anderen Aufgabe zugeführt werden.