Inklusion? Oder einfach nur leere Worte?
Ich habe den aktuellen FAZ-Artikel über den Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung gelesen – und ganz ehrlich: Mich macht das einfach nur wütend.Überall hört man vom Fachkräftemangel. Unternehmen jammern, sie würden „händeringend“ Personal suchen. Aber gleichzeitig bekommen Menschen mit Behinderung trotz Qualifikation oft nicht mal eine Chance auf ein Vorstellungsgespräch.Wie passt das zusammen?Für mich wirkt das Ganze wie pure Doppelmoral:Nach außen gibt man sich modern, inklusiv und sozial – aber sobald es konkret wird, ziehen viele Unternehmen offenbar den bequemeren Weg vor.Noch absurder finde ich: Es gibt sogar eine gesetzliche Quote. Und trotzdem zahlen viele Firmen lieber eine Ausgleichsabgabe, als tatsächlich Menschen mit Behinderung einzustellen.Heißt im Klartext: Diskriminierung wird einfach eingepreist.Und dann wundert man sich über steigende Arbeitslosigkeit bei Betroffenen?Ganz ehrlich: Wollen wir überhaupt echte Inklusion?Vielleicht ist das eigentliche Problem unbequemer:Vielleicht will unsere Gesellschaft gar keine echte Inklusion – zumindest nicht, wenn sie Aufwand bedeutet.Barrierefreie Arbeitsplätze, flexible Strukturen, mehr Verständnis – das kostet Zeit und Geld.Aber stattdessen wird lieber geredet als gehandelt.Für die Betroffenen bedeutet das:Absagen, Frust, und das Gefühl, nicht gebraucht zu werden – obwohl überall von Chancen die Rede ist.Was müsste sich radikal ändern?Höhere Strafen für Unternehmen, die die Quote ignorierenMehr Druck statt freiwilliger „Image-Inklusion“Ehrliche Auseinandersetzung mit VorurteilenUnd vielleicht auch: mehr öffentliche Diskussion, weil das Thema viel zu oft untergehtJetzt mal direkt gefragt:Ist das Ganze ein Systemproblem – oder schlicht Bequemlichkeit der Unternehmen?Sollte man Firmen stärker zwingen, inklusiver zu werden?Oder braucht es einen ganz anderen Ansatz?Ich finde: Solange wir dieses Thema schönreden, wird sich nichts ändern.Was denkt ihr?