Frage

Wie lasse ich von festgefahrenen Verhaltensmustern los?

elias2827 · Erstellt: 25.06.2026, 21:40

Ich bin seit etwa 5 Wochen in einer stationären psychiatrischen Klinik. Ich habe hier ein Mädchen kennengelernt, mit der ich schnell was aufgebaut habe. Wir waren abends mehrmals zusammen auf ihrem Zimmer und waren uns beide einig, dass das eine reine F+ ohne romantische Gefühle oder mit Absicht auf eine Beziehung ist.Ich habe in der Vergangenheit nur schlechte Erfahrungen im Kontakt mit Frauen gemacht. Damals habe ich erst meine gesamte Energie in den Kontakt gesteckt und irgendwann hat es sich wie Ballast angefühlt und ich habe sie von mir abgestoßen.Ich habe zum Beispiel damit angefangen, frauenfeindliche Witze zu machen und sie schlecht zu behandeln mit dem Ziel, dass sie das Interesse an mir verlieren und den Kontakt zu mir abbrechen, damit ich es nicht tun muss und die Verantwortung für diese Entscheidung in die Hände von ihnen gebe.Ich dachte diesmal wird es anders. Ich bin bewusst während unserer gemeinsamen Zeit mehr auf Abstand gegangen damit ich mich da nicht zu sehr reinsteigere. Ich habe auch offen gegenüber ihr kommuniziert, dass ich in der Vergangenheit Probleme mit solchen Situationen hatte. Das hat funktioniert, bis sie entlassen wurde. Ich bin aktuell immer noch hier und jetzt wird es von Tag zu Tag schlimmer.Uns wurde gesagt, man dürfe hier keine Beziehungen führen. In der Zeit während sie hier war, war es aber eine unglaublich wichtige Erfahrung für mich, dass ich in der Lage dazu bin. Früher habe ich es einfach passieren lassen, diesmal habe ich mich aktiv gegen diese Veränderung ins negative gewehrt, was unglaublich anstrengend war und ich dadurch noch weniger sprechen konnte als sonst. Ich war so überzeugt davon, dass es diesmal anders wird.Ich habe die Selbstreflexion, diese Dinge zu erkennen aber trotzdem rede ich mich selber schlecht und sage mir selber, ich sei nicht gut genug für sie. Ich denke darüber nach, dass jemand anderes sie mir „klauen“ könnte. Ich hatte schon ein schlechtes Gefühl bevor das überhaupt angefangen hat kurz bevor sie entlassen wurde. Ich habe ihr gesagt, ich möchte mich erst auf meine Therapie hier konzentrieren und ich wolle erst dann wieder Kontakt zu ihr aufnehmen, wenn ich entlassen werde. Trotzdem wird es langsam Ballast für mich bei dem mein Kopf mir sagt, ich müsse ihn abwerfen und ich habe keine Kontrolle über mich selber. Es fühlt sich an, als wäre ich Beifahrer in meinem eigenen Körper.Heute war sie zu Besuch und ich habe eine Wand zwischen mir und ihr hochgezogen. Ich musste das trennen und konnte es nicht noch schlimmer werden lassen. Ich habe jetzt ein schlechtes Gewissen, dass ich sie ignoriert habe obwohl wir hier Sex hatten, rumgeknutscht haben etc. und ich möchte ihr nicht das Gefühl geben, sie ausgenutzt zu haben.Andererseits glaube ich auch nicht, dass ich ihr das so wie hier erzählen sollte, weil ich sie nicht mit meinen Problemen überlasten sollte. Sie hat selber genug.Am Anfang war es gut und ich habe es auch positiv gesehen. Ich dachte, diesmal wird es anders und trotzdem hat es sich langsam immer mehr in diese Richtung verschoben. Ich war so positiv eingestellt, nur um wieder einen Tritt in die Eier zu bekommen.Ich habe die Hilfe die ich brauche, ich bin in einer Klinik, in ambulanter Psychotherapie und habe pädagogische Hilfen. Das reicht mir aber einfach nicht und ich weiß, dass Veränderung Zeit braucht aber es ist einfach unaushaltbar für mich nicht in der Lage zu sein, gesunde Beziehungen zu führen. Meine Erkrankungen ziehen sich seit ich 13 oder 14 bin, jetzt bin ich 19.Vielleicht helfen mir ja Erfahrungen oder Tipps weiter?